Die Ärztinnen der pro familia informieren
Am 28. Juni 2002 hat der Bundestag die Einführung eines qualitätsgesicherten bundesweiten Mammographie-Screening-Programms, d.h. einer flächendeckenden Röntgen-Reihenuntersuchung der Brust für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren beschlossen. Der Bundestag entsprach damit den Empfehlungen des Rates der Europäischen Union zur Früherkennung von Brustkrebs nach Europäischen Leitlinien. Die Untersuchung ist für diese Gruppe an Frauen kostenlos und soll alle 2 Jahre wiederholt werden.
Für Baden-Württemberg wird eine flächendeckende
Umsetzung der Mammographie-Reihenuntersuchung Anfang
2007 erwartet.
Die Screening Einheit 3, zu der u.a. der Kreis
Göppingen und der Ostalbkreis gehören, starten
voraussichtlich im 1. Quartal 2008 (GP voraussichtlich
April 08, Ostalbkreis März 08.)
Ziel des bundesweiten Mammographie-Screening-Progamms ist es, sehr kleine – d.h. unauffällige Krebsherde und Krebsvorstufen – zu diagnostizieren, damit die Heilungschancen zu verbessern und die Sterblichkeit an Brustkrebs zu senken. Gleichzeitig sollen die bundesweit geltende Maßnahmen der Qualitätssicherung einen besonders hohen Standard der Untersuchung und Auswertung gewährleisten.
Ob diese Ziele erreicht werden können, wird von den
Fachgruppen weiterhin kontrovers diskutiert und
statistische Angaben zu Nutzen und Risiko differieren
oft sehr.
Das irritiert viele Frauen.
Vielen Frauen ist auch nicht klar, ob Ihnen die
Mammographie-Reihenuntersuchung einen individuellen
Nutzen oder eher Nachteile bringt. Andere Frauen
wiederum begrüßen das Mammographie-Screening, da sie
jetzt Zugang zu noch besseren Röntgengeräten sowie
einer qualifizierteren Begutachtung haben sollen und
die Kosten für die Mammographie nicht mehr selbst
tragen müssen.
Vielfach wird das Mammographie-Screening auch mit
„Krebsvorsorge“ verwechselt. – Die Mammographie
verhindert eine Erkrankung an Brustkrebs nicht,
sondern ist Teil eines Früherkennungsprogrammes .
Nach schriftlicher Einladung zum Mammographiescreening (inkl. Fragebogen zur Krankenvorgeschichte und Aufklärungsbogen) wird die Aufnahme durch eine Röntgenassistentin durchgeführt, ein vorgeschalteter Arztkontakt zur Klärung offener Fragen ist nicht vorgesehen.
Bei vielen Frauen bleiben daher Fragen offen:
Wie läuft die Mammographie-Reihenuntersuchung genau
ab?
Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Gibt es auch andere Untersuchungsmöglichkeiten wie
z.B. Ultraschall?
Warum werden nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren
eingeladen?
Was passiert bei der Konfrontation mit der Diagnose
Brustkrebs?
Was passiert, wenn ich nicht zur Untersuchung gehe?
Die Ärztinnen der proFamilia beantworten Ihre
Fragen und geben Ihnen die Informationen, die Sie
brauchen, um eine individuelle informierte
Entscheidung zum Mammographie-Screening zu treffen.
Beratungstermine können Sie unter 07161 504460
vereinbaren.
Die allermeisten Kinder werden gesund geboren. Drei bis fünf Prozent der
Neugeborenen haben eine Fehlbildung, Krankheit oder Behinderung
(Basisrisiko). Die Ursachen hierfür sind meistens auf Krankheiten der
Mutter während der Schwangerschaft, Frühgeburt oder schwierige
Entbindungen zurückzuführen. Ein geringer Prozentsatz ist genetisch
bedingt.
Das bedeutet, vorgeburtliche Untersuchungen erfassen nur einige wenige Erkrankungen, für die es meistens keine Therapie gibt.
In jedem Fall wird Frauen ab 35 Jahren die Möglichkeit der vorgeburtlichen Untersuchungen angeboten, da die Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenfehlbildung mit dem Alter steigt.
Besteht für das Kind ein erhöhtes Risiko für eine bestimmte Erkrankung, so gilt dieses Angebot unabhängig vom Alter der Frau.
Durch das Angebot der vorgeburtlichen Untersuchungen müssen Frauen oder Paare sich entscheiden.
Vor der Entscheidung
für oder gegen die
Untersuchungen...
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Martina Franzl
Ärztin
berät Sie in medizinischen Fragen und erläutert Ihnen medizinische
Befunde
Ursula Göttke
Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Ehe-,
Familien- und Lebensberaterin,
hilft Ihnen im Zusammenhang mit der Pränataldiagnostik bei der persönlichen Entscheidungsfindung und betreut Sie
während dieser belastenden Zeit
Kosten
Informationen und Beratung für Schwangere und werdende
Eltern sind kostenlos.
Download der Infobroschüre
"Vorgeburtliche Diagnostik"
des pro familia Bundesverbandes